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Informationen zum Erreger SARS CoV-2 (Coronavirus)

Aktualisiert am 01.04.2020

Stellungnahme von Dr. Schumacher zur COVID-19-Pandemie

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die gesamte Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, dass sich jeder Einzelne verantwortungsvoll verhält und dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Als Hersteller von Desinfektionsmitteln sehen wir uns in der Verantwortung, eine ausreichende Versorgung des Gesundheitswesens mit wirksamen Produkten zu gewährleisten, indem wir unsere Betriebsfähigkeit erhalten. Damit untrennbar verbunden ist der Schutz unserer Mitarbeiter.

 

Versorgung von Gesundheitseinrichtungen sicherstellen

Unsere absolute Priorität bei der Versorgung des Marktes mit Desinfektionsmitteln gilt den Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen, die in der Corona-Pandemie lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Seit einem Monat beliefern wir deshalb ausschließlich Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie niedergelassene Arztpraxen. Auch müssen alle Patienten, nicht nur diejenigen, die an COVID-19 erkrankt sind, weiterhin auf einen umfassenden Infektionsschutz vertrauen können. Deshalb ist es uns so wichtig, dass in Gesundheitseinrichtungen Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen, die nicht nur zur Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 geeignet sind, sondern darüber hinaus auch über eine schnelle und umfassende Wirksamkeit gegen andere Krankheitserreger verfügen. Zudem sollten die eingesetzten Händedesinfektionsmittel besonders hautverträglich sein, um Hautirritationen bei Pflegepersonal und Ärzten zu vermeiden.

 

Ausbau der Produktionskapazitäten

Um die Versorgung der Gesundheitseinrichtungen mit wirksamen Desinfektionsmitteln weiterhin sicherzustellen, haben wir bereits im Februar unsere Produktionskapazitäten durch Wochenendarbeit und den Einsatz zusätzlicher Maschinen erweitert. Dadurch gelang es uns, die Herstellung von Desinfektionsmitteln auf ca. 250% zu steigern. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Produktion von Händedesinfektionsmitteln. Mit dem neu eingeführten Drei-Schicht-Modell mit durchgehender Produktion an 6 Tagen intensivieren wir unsere Anstrengungen nochmals, um unsere Produktionsmöglichkeiten weiter auszubauen und somit auf die erhöhten Bedarfe reagieren zu können.

 

Schutz aller Mitarbeiter gewährleisten

Ermöglicht wurde die Erhöhung der Produktionsmengen durch das außerordentliche Engagement der Mitarbeiter von Dr. Schumacher. Deren Sicherheit und Gesundheit bestmöglich zu schützen, ist für uns existentiell wichtig. Daher haben wir zahlreiche präventive Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz unserer Belegschaft etabliert, wie z.B. die Einführung zusätzlicher Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln, die Einstellung von Reisetätigkeiten und die Anweisung von Home-Office Tätigkeit und räumliche Entzerrung von Mitarbeitern, deren Anwesenheit nicht verzichtbar ist.
Der anlässlich dieser Pandemie geschaffene Krisenstab nimmt tagesaktuell Risikobewertungen vor und sorgt für eine effiziente Koordinierung aller erforderlichen Aktivitäten.

 

Verfügbarkeit der Rohstoffe sichern

Gleichzeitig stehen wir in engem Austausch mit Lieferanten, Behörden, Verbänden und dem Bundesministerium für Gesundheit, um die Verfügbarkeit der Rohstoffe auch für die kommenden Monate zu sichern. Insbesondere bei den Alkoholen Ethanol und Isopropanol, die für die Herstellung von Desinfektionsmitteln wichtig sind, gibt es am Markt aktuell Engpässe. Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens politisch Verantwortlicher.

 

Solidarisches Miteinander und verantwortungsvolles Handeln sind das Gebot der Stunde. Wir sind fest davon überzeugt, dass es uns gemeinsam gelingen wird, den Ausnahmezustand zu bewältigen und zu überstehen.

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Aktuelle Situation

Die Zahl der Infektionen mit dem SARS-CoV-2 steigt weiterhin weltweit dramatisch an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die weltweite Ausbreitung von COVID-19 am 11.03.2020 zu einer Pandemie erklärt. Auch in Deutschland steigen die Fallzahlen Tag für Tag deutlich an. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) handelt es sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation.

 

Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die Infektion COVID-19 bewertet das RKI aktuell als hoch, für Risikogruppen als sehr hoch. Mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe. Laut RKI variiert diese Gefährdung jedoch von Region zu Region.





 

Händedesinfektion

Hygienemanagement – Was Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen wissen sollten

Der Übertragungsweg von SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Kenntnisstand über Tröpfchen und Kontakt, z.B. mit Körpersekreten und Ausscheidungen. Verstärkt muss daher die Basishygiene zur Prävention von COVID-19 in Gesundheitseinrichtungen konsequent umgesetzt werden – auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Influenza-Saison.


Die meisten Erreger werden über kontaminierte Hände weitergegeben. Die Händedesinfektion ist daher auch bei SARS-CoV-2 die wichtigste Einzelmaßnahme, Infektionsketten zu unterbrechen.

 

Ausrufezeichen
alkoholische Händedesinfektionsmittel Aseptoman Med
Ausziehen der Einmalhandschuhe

Händehygiene – darauf sollten Sie besonders achten

  • Händedesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit verwenden, z. B. ASEPTOMAN MED.
    Zum Produkt
  • Die 5 Momente der Händedesinfektion beachten:
    VOR Patientenkontakt
    VOR aseptischen Tätigkeiten
    NACH Kontakt mit potentiell infektiösem Material
    NACH Patientenkontakt
    NACH Kontakt mit der direkten Patientenumgebung
  • Händedesinfektion nach Ablegen der Handschuhe
    Die Händedesinfektion nach dem Ausziehen der Einmalhandschuhe wird häufig vernachlässigt. Mit dem bloßen Auge nicht erkennbare Mikroperforationen der Handschuhe können unbemerkt zur Kontamination der Hände führen. Die Händedesinfektion nach dem Ablegen der Handschuhe verhindert eine Verbreitung der Erreger.
     
  • Einwirkzeit beachten
    Ausreichend Händedesinfektionsmittel entnehmen und die Einwirkzeit von 30 Sekunden bei der hygienischen Händedesinfektion beachten. Damit alle Bereiche der Hände mit dem Desinfektionsmittel ausreichend benetzt werden, sollte die hohle Hand vollständig mit dem Desinfektionsmittel gefüllt sein. Händedesinfektionsmittel sorgfältig in die Hände einreiben und dabei Fingerkuppen und Daumen besonders beachten.

 

 

Ausrufezeichen

Persönliche Schutzausrüstung – darauf sollten Sie besonders achten

Im Kontakt mit Patienten, deren Infektion durch SARS-CoV-2 bestätigt wurde, ist vor Betreten des Patientenzimmers tätigkeitsbezogen persönliche Schutzausrüstung anzulegen.

  • Basis-Ausstattung: Schutzkittel, Einweghandschuhe, dicht anliegende Atemschutzmaske (Schutzstufe FFP2).
  • Bei Tätigkeiten am Patienten, bei denen große Mengen von Aerosolen freigesetzt werden (z.B. Bronchoskopie): FFP3- Maske oder Respirator. Bei entsprechenden pflegerischen, diagnostischen oder therapeutischen Tätigkeiten zusätzlich Schutzbrille und
    langärmelige, wasserdichte Einwegschürze.
  • Persönliche Schutzausrüstung richtig ablegen
    Die PSA dient dazu, Mitarbeiter vor direktem Kontakt mit den Erregern zu schützen. Fehler beim Anlegen der PSA gefährden die Mitarbeiter und stellen ein unnötiges Übertragungsrisiko dar.

Die häufigsten Fehler

  • Schutzkittel über den Kopf ausziehen
  • Handschuhe bedecken nicht die Handgelenke
  • Kontamination der Hände beim Ablegen der Handschuhe

Arbeitsanleitung

Arbeitsanleitung - Persönliche Schutzausrüstung (PSA) richtig ablegen

Hotline

Unsere Experten informieren Sie über Wirkspektren von Desinfektionsmitteln und Hygienemaßnahmen bei SARS CoV-2.

Sie erreichen unsere Hygieneexperten von Montag bis Freitag, 7:00 bis 18:00 Uhr per Telefon sowie per E-Mail.

 

Telefon 05664/9496-6060

coronavirus(at)eqmed.de oder coronavirus(at)schumacher-online.com

GLOSSAR

Coronaviren

Coronaviren gehören zur Familie der Coronaviridae und wurden nach ihrem charakteristischen, kranzförmigen Aussehen (lat. "corona": Kranz, Krone) benannt. Die behüllten Viren führen beim Menschen zu unterschiedlichen Erkrankungen von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten.


COVID-19
Bezeichnung für das durch SARS-CoV-2 ausgelöste Krankheitsbild. Die Symptome sind unspezifisch und einer Grippe ähnlich, u.a. Fieber, trockener Husten, Atemnot, Muskelschmerzen, Müdigkeit. Seltener treten Bluthusten, Auswurf, Kopfschmerzen und Durchfall auf. Da die Erreger vor allem zu einer Entzündung der unteren Atemwege führen und eine Lungenentzündung verursachen können, wird COVID-19 als Lungenkrankheit beschrieben.


SARS-CoV-2
In der Vergangenheit haben Coronaviren zu teils gefährlichen Erkrankungen geführt wie beispielsweise zum Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). Das seit Dezember 2019 verbreitete und Pneumonien auslösende neue Coronavirus wurde im Februar 2020 aufgrund seiner engen Verwandtschaft mit dem SARS-Virus SARS-CoV-2 benannt.

 

Quellen:
Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit bestätigter Infektion durch SARS-CoV-2. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html Letzter Zugriff 01.03.2020.
Tomas et al. Contamination of Health Care Personnel During Removal of Personal Protective Equipment. JAMA Intern Med. 2015 Dec;175(12):1904-10.
Centers for Disease Control and Prevention. How to safely remove personal protective equipment (PPE). Example2. https://www.cdc.gov/hai/pdfs/ppe/PPE-Sequence.pdf Letzter Zugriff 01.03.2020.

 

Bildquellen:

Headerbild: Funtap/Shutterstock.com

Ausziehen des Handschuhs: Shch_photo/Shutterstock.com

Headset Hotline: istock.com/scyther5